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Im Leben mit Herz mitmachen
@Ichschaunichzuichmachwasichtu
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Andere
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Ziel- und planlos.... habe heute einige Architekturbücher bekommen. Mal sehen ,vielleicht ist eines davon ja für die Bücherkolumne geeignet. Jedenfalls bin ich so unkonzentriert, dass sinnvolles schreiben eher mühevoll ist. Noch lese ich an einem dünnen Aussteigerbüchlein von ca. 1995. Das ist, soweit ich bisher begriffen habe, ein Ausstieg ohne Schnörkel und esoterischen Überbau. Mal sehen wie es weiter geht. Konzentriert lesen ist momentan auch nicht so meins. Euch alle guten Gedanken, Ideen und Gefühle.

Heute war in sofern ein besonderer Tag, weil ich auf einer Veranstaltung war, die jährlich in Wuppertal statt findet und Wege zur offen Kommune sucht. Da bei geht es um offengelegte kommunale Daten, aber auch Projekte und Transparenz allgemein. ich habe dort das TukTuk als sozial und ökologisch tragbare Mobilitätsalternative vorgestellt. Das kam gut an.
Allerdings habe ich auch nicht verschwiegen, dass die Firma, die in ihrem Kalksteinbruch einige Bäume roden will um so Platz für ihren Abraum zu schaffen, und die deshalb einen lokalen Protest in der Art vom Hambacher Wald am Hals hat, sich vier solche TukTuks angeschafft hat, um die recht weiten Wege innerhalb ihres Geländes zügig zurück zu legen.
Damit transportieren sie dann Bodenproben oder auch nur sich selbst und Mitarbeiter.
Da es natürlich beim Vortrag Menschen gab, die diesen Protest unterstützen, habe ich mich damit der Aufweichung von Feindbildern schuldig gemacht. Etwas was ich gerne tue, weil Lösungen werden kaum durch Konfrontation, sondern eher durch einander zuhören und Kooperation gefunden. Im großen und ganzen ist das TukTuk dann auch begeistert aufgenommen worden.

Natürlich kann man auch ohne einen Verein sein Leben mit Herz gestalten. Niemand ist 100% herzlos. Allerdings sind wir nicht wie einsame Inseln in einem unendlichen Meer verteilt, sondern beeinflussen uns und unsere Leben gegenseitig.
Für unsere Gesellschaft "normale" Menschen, versuchen dieses Leben über den Verstand zu leben. Sie suchen sich ein Feindbild und verbünden sich mit anderen, die ein ähnliches Feindbild zu haben scheinen, um dieses Feindbild anderen Menschen überzustülpen und diese zu bekämpfen. So glaubt man sich in einer Welt von striktem gut/böse immer auf der richtigen Seite aufgehoben. Dass dies schlicht blödsinniges Schwarz-weißdenken ist, spielt fast schon keine Rolle mehr. Ein solches Weltbild macht folgendes mit uns. Wir leben ein freudloses und gelangweiltes Leben da wir uns vor jeder Überraschung abschotten.
Wie Mantras wiederholen wir abertausendfach die selben ausgeleierten Sprüche darüber was gut und was böse ist. Wir altern und schrumpeln weg ohne wirkliche Freude zu empfinden, wir verwelken quasi. Aber wie Blumen zum blühen und Frucht tragen geboren sind, sind auch wir dazu geschaffen, diese Welt durch unser Leben zu bereichern. Wenn wir am Ende unseres Lebens zurückblicken und feststellen, dass wir ein kleines wenig dazu beigetragen haben, die Vielfalt des Lebens auf diesem Planeten zu erhöhen, dann, so stelle ich mir vor, haben wir einen uns übergeordneten Daseinsauftrag erfüllt. Sind wir am Ende unseres Lebens durch einen riesigen Berg Geld und die abertausend Opfer die für die Konzentration dieses Geldes ihr Leben verwirkt haben definiert, dann sollten wir es wohl noch einmal probieren und dieses Mal richtig machen.
Wie aber kommen wir auf die Seite des Lebens? Dazu habe ich eine Gruppe eröffnet namens "Friedlichstleben". Und ich hoffe dass das was ich dort schreibe von euch aufgenommen und bedacht wird, und dass ihr diesen Vorschlag mit Herz betrachtet und dann genauso herzhaft eure Gefühle und Gedanken dazu gebt. Möglicherweise wird aus meinem kleinen Einzelgehirn durch eure Wandlung meiner Gedanken etwas größeres, das mehr als nur mich oder wenige von euch trägt. Und möglicherweise ist das der Anfang von etwas Neuem das für das korrupte Alte keinen Platz mehr hat.

Texte für die Webseite basteln. Es ist natürlich schön, dass ich die hier geschriebenen Texte zum Teil oder mit kleinen Veränderungen verwenden kann. Ist eine typische Nachtarbeit. Niemand ruft an, niemand klingelt und die Konzentration ist ohne ablenkenden Großstadtlärm auch höher. ich habe mich riesig gefreut über die vielen Rückmeldungen zum Bücherblog und zur gegründeten Gruppe. Dort werdet ihr bald meinen "Plan" für ein aus dem heutigen wachsendes, besseres Leben lesen können. Ob der funktioniert? Keine Ahnung, aber mit irgend etwas muss ich ja anfangen. Und wenn er euch zum nachdenken bringt, wie ihr euer Leben lieber gestalten möchtet, dann haben wir ein gemeinsames Thema zu dem es wahrscheinlich jede Menge Sichtweisen gibt und wir ergänzende Aspekte sammeln können. Es gibt keinen Grund warum es nicht mehrere verschiedene Modelle für individuelles und gemeinschaftliches Leben geben soll. Ob etwas besser ist, entscheidet sich schließlich in der Praxis. Und ob es das -für-immer-und-ewig-Allerbeste- gibt, wage ich schlicht zu bezweifeln. Gesellschaften die sich nicht an die Umgebung anpassen, sterben aus.

Dat Verein Lewe met Hart kriecht nu ne Seit, ne Webbseit gebaut vunne Profis...